Tagliatelle mit Mandelpesto und Möhrchengrün

Tagliatelle mit Mandelpesto und Möhrchengrün © Liz Collet

Tagliatelle mit Mandelpesto und Möhrchengrün © Liz Collet

Viele verwenden es nicht oder zupfen es bereits im Laden ab und werfen es dort weg: Das “Möhrchengrün”, das Kraut der Karotten. Was für eine Verschwendung! Es lässt sich auf ganz vielfache Weise sehr schmackhaft verwenden.

© Liz Collet

Ich schneide es gleich nach der Heimkehr vom Markt von den Karotten ab und verarbeite es sofort oder stelle es frisch geschnitten in einen Krug mit frischem Wasser bis zur Verarbeitung, die zeitnah erfolgt. Die zarten Krautblättchen einfach abschneiden, die dickeren Stängel kann man zur Zubereitung von Gemüsesuppe oder Saucen für den Ansatz zusammen mit dem Wurzelgemüse verwenden, ebenso wie Petersilienstengel.

Die dünneren Stengel gebe ich zusammen mit dem nur grob geschnittenem Kraut zunächst für kurze Zeit zum Blanchieren in kochendes Wasser, anschliessend in Eiswasser, dann im Sieb abtropfen lassen. Butter oder etwas Öl im Topf schmelzen lassen, kleingewürfelte Schalotte oder Zwiebel und je nach Vorliebe auch Knoblauch hinzufügen, glasig angehen lassen, aber nicht bräunen. Dann das Möhrchengrün hinzufügen, angehen lassen und mit etwas Wasser angiessen, bis es bedeckt ist. Wenige Minuten köcheln lassen, mit Salz, Pfeffer, nach Lust und Geschmack mit Muskat oder Cayenne würzen, vom Herd ziehen, fertig. Kann man wunderbar zu Kartoffeln, Pasta, Fisch, Gemüse und natürlich besonders zu den Karotten selbst servieren. Und zusammen mit etwas Frischkäse oder Ricotta, Pinienkernen oder Mandeln und etwas geriebenem Bergkäse ergibt es eine wunderbare Füllung für Ravioli alla Casa.

Ich mag es beispielsweise aber auch über Tagliatelle, wie heute. Die Tagliatelle  habe ich bereits vorher selbst hergestellt, Sie können aber auch handelsübliche fertige Pasta verwenden.
Die geputzten Karotten wurden in wenig Wasser zart, aber noch bissfest gegart bzw sautiert.

Sie werden in Scheiben geschnitten und mit frisch gewürfelter Tomate und zusammen mit den Tagliatelle und dem Möhrchengrün serivert und von einem Mandelpesto “mit Pfiff gekrönt”. Der “Pfiff” liegt in der sachten Schärfe durch Cayenne oder Chili, das “sich von hinten” anschleicht und erst nach und nach mit dem Pesto auf dem Gaumen zu tanzen beginnt. Achten Sie also auf die Menge, im Öl zieht es noch ein bisschen nach und entfaltet sich auch auf der heissen Pasta noch.

Ein solches Mandelpesto sollten Sie unbedingt einmal ausprobieren, Sie werden schnell süchtig danach und können anstelle von Mandeln natürlich auch Haselnüsse, Walnüsse, Pinienkerne, Macadamia- oder andere Nüsse verwenden oder auch Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne.

In einer Pfanne gehobelte blanchierte Mandelkerne mit etwas Pfeffer, Salz, Cayenne oder Chili goldbraun bräunen, mit Pflanzen- oder Nussöl Ihrer Wahl vermengen und in der Pfanne oder einem Mörser mit einer Gabel zerdrücken und vermischen. Über die Pasta geben. Bereiten Sie gleich etwas mehr als die sofort benötigte Menge zu, es hält sich mit Öl bedeckt in einem gut verschliessbaren Glas ein paar Tage. Wenn Sie es nicht vorher wegnaschen. Cave – Suchtgefahr. Schmeckt nämlich auch über Salaten, Kartoffeln oder geröstetem Brot und anderem ganz wunderbar. Wenn Sie Macadamianussöl oder andere Nussöle verwenden, lässt sich das Aroma des Pesto noch intensivieren, Sie können aber auch ein gutes Pflanzenöl verwenden.

Bildquelle: © Liz Collet , RFL/RM  Nutzungsrechte für die Bilder können erworben werden bei mir oder über meine Agenturen, als print: Tagliatelle mit Mandelpesto und Möhrchengrün

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6 Responses to Tagliatelle mit Mandelpesto und Möhrchengrün

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