Pasta mit Sardellen {Pasta e Acciughe}

Spaghetti mit Sardellen © Liz Collet

Spaghetti mit Sardellen © Liz Collet

Ein Rezept, das ich nicht nur aus der Toscana kenne, sondern schon zu Studentenzeiten immer mal wieder zubereitete ist Pasta mit Sardellen.

Sardellen sind nicht jedermann’s Geschmack, meiner hingegen schon seit Kindesbeinen.

Da gab es Sardellenpaste aus der Tube und als Brotaufstrich. Vor allem wenn wir Kinder den ganzen Nachmittag nach der Schule oder an Ferientagen draussen herumrannten und zwischendurch mal Hunger bekamen, ist mir das Sardellenbrot in Erinnerung. Ich mochte den würzigen Geschmack. Obwohl er binnen kürzester Zeit fürchterlich durstig machte.

Später, als Studentin kaufte ich dann Konservendosen oder Gläser mit Sardellenfilets und gab diese auf die Scheibe dunklen Bauernbrotes oder Vollkornbrots, pur oder auf Scheiben von gekochtem Ei oder von Gurke oder auch Tomate oder Blattasalat. Und wenn andere in der Pizzeria “Pam Pam“, einer der ersten und mit inzwischen 40 Jahren die älteste Holzofenpizzeria in der Regensburger Altstadt die preiswertesten und auch gute Pizze für uns Studenten hatte, Margherita oder Schinken oder Salami oder “mit allem” bestellten, dann war ich mit einer Pizza “nur mit Sardellen, bitte” restlos glücklich.

Wen wundert es, dass ich irgendwann grosse Katzenohren machte, als ich von einer italienischen Köchin hörte, dass man in ihrer Heimat auch Spaghetti mit Semmelbröseln und Sardellen zubereitete. Sie beschrieb es mir in etwa und so probierte ich es aus, auf meiner kleinen elektrischen Kochplatte meines Studentenzimmers.

Später entdeckte ich ein sehr ähnliches Rezept im Kochbuch “Die Küche der Lorenza di Medici ” des Heyne Verlages und auch bei einem meiner Besuche in der Toscana fand ich es auf der Speisekarte eines winzigen Landgasthofes – wo ich es natürlich probierte.

Ich nehme für die Brösel in der Pfanne aber anstelle des Olivenöls frische Butter.

Spaghetti kochen. In eine Pfanne währenddessen grösseres Stück Butter geben und aufschäumen lassen (sonst werden die Brösel nicht richtig goldbraun), geriebene Semmel- oder Brotbrösel dazugeben und goldbraun rösten, dann Sardellen bzw Anchovisfilets (in Öl eingelegt, Menge je nach Geschmack, ich persönlich mag 2-3 Filets pro Person) darunter mischen, bis sie sich völlig unter den Bröseln verkrümelt haben, etwas schwarzen Pfeffer frisch gemahlen daruntergeben.
Spaghetti nach dem Kochen abgiessen, etwas abtropfen lassen und dann in die Pfanne geben und mit den Bröseln gut vermischen.

Mit frisch gehackter Petersilie und ganzen Sardellenfilets garniert servieren.

Und mit gaaaanz viel aqua minerale con gas! Für den Durst. Oder vielmehr: GEGEN ihn.

About Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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