Frühlingszarte Pasta, erste frische Zutaten aus der Natur – und hausgemachte Garganelli

Geht es Ihnen schon ebenso? Überall liegt ein bisschen Frühlingssehnsucht in der Luft und auch ein wenig erste frühlingshafte warme Tage.

Noch herrscht auf den Märkten Wintergemüse vor, das – wie die Karotten, Möhren und Lauch als Wurzel- und Suppengemüse auch für leichte Suppen ein aromatischer Allrounder ist.Mit (hausgemachten oder handelsüblichen) unifarbenen oder mehrfarbigen Farfalle wird daraus bereits ein frühlingshafter Hingugger, bei dem die in Schmetterlingsform gebrachten Gemüse und frische Kresse gute Laune machen. Mehr als einen Plätzchenausstecher, den Sie in gut sortierten Haushaltswarenläden (wie bei Kustermann am Viktualienmarkt) einzeln bekommen oder auch zB hier im Set für Variationen, brauchen Sie dazu nicht. Und den nach dem Ausstechen verbleibenden Rest verwenden Sie direkt für die Zubereitung der Gemüsesuppe. Ebenso natürlich für selbstgemachte  Suppengewürze, oder als Suppengemüse, das Sie einfrieren, klein gehackt in Hackbraten und Fleischpflanzerl (Frikadellen)  und vieles andere verwenden können. No Waste of Food.

Man kann kaum erwarten, bis die ersten Bärlauchblütenknopsen, Bärlauchblüten und Bärlauchblätter am Waldrand zu entdecken und zu ernten sind. Und wo sie bereits geerntet werden können, schlagen manche über die Stränge und gleich zentnerweise zu.

Auch für Pasta ist Bärlauch eine Delikatesse, nicht nur als Pesto. Die zarten Knospen und Blüten kann man wunderbar in Öl legen, 1-2 Tage ziehen lassen und dann als Variante zu klassischen Spaghetti aglio e olio servieren – mit einem weicheren, feinerem und dezenterem Hauch von Knoblauch, einer Prise Salz und Pfeffer und vielleicht ein kleines bisschen frischen Zitronensaftes.

Zu den weiteren ersten “Frischlingen” der Natur und im Grünen gehören zarte Brennesselblätter und -blüten. Blätter, die als Brennesselgemüse oder -pesto zu Pasta wunderbar passen, vor allem, wenn Sie diese mit etwas frisch gehobeltem Parmiggiano bestreuen oder leicht goldbraun gerösteten Pinienkernen, Mandelstiften oder Walnusskernen.

Oder Sie vermengen blanchierte Brennesselblätter mit Frischkäse und etwas geriebenem Parmiggiano oder Bergkäse und füllen hausgemachte Ravioli damit.

Auch lässt sich mit Brennesseln oder Bärlauch, ebenso wie mit Lauch wunderbar Lasagne zubereiten, bei der Sie wie gewohnt selbstgemachte Pasta oder handelsübliche Pastablätter schichtweise mit Bechamel und Käse abwechselnd mit diesem Gemüse oder Kräutern verwenden.

Wenn Sie dann beim Zubereiten frischen Pastateiges sind – ich verwende dazu nach wie vor am liebsten diese manuelle und inzwischen rund 20 Jahre alte und unverändert gut funktionierende Nudelmaschine, versuchen Sie sich doch auch einmal an hausgemachten Garganelli.

Sie glauben, das sei kompliziert? Kein bisschen. Diese sind kinderleicht und machen zudem auch grossen und kleinen Kindsköpfen deswegen auch schon beim Ausrollen und Einrollen Vergnügen. Nützlich ist ein kleines Gnocchibrett aus Buchenholz, ein sauberer runder Bleistift genügt, noch praktischer ist natürlich ein passendes kleines Rundholz. Mein persönlicher Tipp ist dieses Exemplar, das preisgünstig und in guter Qualität zu bekommen, leicht zu reinigen und beispielsweise auch gut aufzuhängen ist.

Und wenn Sie zusammen mit einem oder mehreren Kindern Pasta selbst fabrizieren wollen, ist der Preis sogar immer noch günstig genug, um jedem sein Nudelbrettchen für Nudeln und zugleich auch für Gnocchi zu schenken, das bei der Buchenholzqualität auch über Zeiten von Kinderhänden und Kindesbeinen hinaus auch noch nützlich sein wird, wenn die Kindesbeine sich auf den Weg zu Ausbildung, Studium oder sonst in eigene “Buden” und Wohnungen machen.

Für Kinder ist es ein Riesenspass, damit ihre eigene Pasta zubereiten zu dürfen, anstatt diese nur im Laden mit Fertigsauce zu kaufen.

Wie  die Garganelli auf dem geriffelten Brett hergestellt werden, können Sie hier in diesem kleinen Video ansehen, in dem Ihnen Cruz Goler, Executive Chef im New Yorker Lupa Osteria Romana deren Herstellung vorführt.

Zum Ausschneiden der Rauten brauchen Sie nicht unbedingt die Räder, ähnlich denen, welche Cruz Goler im Video verwendet  – ein glattrandiges Teigrad oder auch ein Pizzaschneider oder auch schlicht ein gutes Küchenmesser genügen auch, um den Nudelteig so in Rauten zu schneiden. Die Auswahl an guten und preiswerten Teigrollern und -rädchen, gezackt, glatt oder auch als Kombi-Modelle ist gross genug für jeden Geschmack. Ich persönlich bevorzuge einzelne gezackte und glatte Teigräder. Sie genügen völlig dem Bedarf und sind am praktischsten auch in der Reinigung.

Die selbstgemachten Garganelli legen Sie dann am besten zum Trocknen auf einem Holzbrett oder -tablett mit einem sauberen Leinen darauf ab. Wenn sie gut durchgetrocknet sind, lassen sie sich in klare Zellophantüten verpackt gut aufbewahren und mit passendem, handbeschriftetem  Etikett und Geschenkband als beliebtes Mitbringsel auch verschenken. Vielleicht zusammen mit handgeschriebenem Nudelrezept sogar zusammen mit einem solchen Gnocchibrettchen dazu? Oder beliebigen anderen Utensilien, die zum Kochen von Pasta in endloser Vielfalt zur Auswahl stehen.

Mehr zu meinen eigenen hausgemachten Garganelli, Rezeptideen rund um diese und mehr erfahren Sie in einem der nächsten Posts……

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Gnocchi, die mit der Hand und Gabel gerollt und geformt wurden, sehen Sie hier:

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Wie Gnocchi aussehen, die auf dem geriffelten  Gnocchibrett entstanden sind, zeige ich Ihnen dann in einem anderen Post demnächst und mit neuen frühlingsleichten Rezepten dazu.

About Liz Collet

Photographer, Author, Foodstylist, Jurist
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