Pasta kochen mit de Niro

Peterl, Pasta und Radieserl © Liz Collet

Peterl, Pasta und Radieserl © Liz Collet

Heute wurde hier mit de Niro gekocht.

Es ergab sich so.

Und – ich verrate ich Ihnen auch das Rezeptgeheimnis, welches dabei heraus- und auf den Tisch kam. Eine Hauptrolle spielten dabei Petersilienwurzeln, die Sie im folgenden Bild rechts aussen sehen. Mir sind kleine bis mittlere für die meisten Gerichte dabei am liebsten, wenn ich sie nur längs halbiert oder im Ganzen zubereiten und servieren möchte. Dickere bevorzuge ich dann gewürfelt oder in Scheiben oder andere Stücke geschnitten für andere Speisen.  Sie gehören zu den Zutaten, die fast immer im Kühlschrank bei mir zu finden sind.

Wurzel für Allerlei  © Liz Collet

Wurzel für Allerlei © Liz Collet

Diese liebe ich für Suppen wie diese und viele weitere Rezepte, Püree, Saucen und zu Salaten und anderen Gemüsen, pur oder mit Dressings und Vinaigrettes und vielem anderen mehr. Sie haben eigentlich wöchentlich einen Auftritt in der Burgküche wegen ihres feinen Geschmacks, den ich auch bei Gemüsesuppen und zusammen mit Wurzelgemüse für Braten oder auch sehr fein gehackt für Fleischpflanzerl lieber als Sellerie mag. Sie schmecken auch herrlich zu Fisch.

Aber speziell zu Fisch füllt das eine ganze Reihe eigener Posts zu Rezepten, die daher hier nicht vertieft werden. (Mehr dazu gelegentlich im Foodblog hier)

Verwendet wurden Tortiglioni N° 38 von de Niro, was schlichter Zufall war, weil ich eben diese im Supermarkt am Wochenende in den Einkaufskorb warf und in Versuchung führte, Sie mit dem Posttitel damit kitzeln zu können. Spass gehört zum Kochen und zum Kritzeln im Blog dazu. De Niro ist eine Pastamarke, die in Italien für Kaiser’s Tengelmann  GmbH hergestellt wird. Und zwar von PASTIFICIO GUIDO FERRARA S.P.A.. Um das zu erkennen, müssen Sie schon ein bisserl suchen. Nicht nur auf der Verpackung, auf der sich der italienische Hersteller hinter “PGF S.p.A. , Nola(NA), Italia” fast versteckt. Unter dem Begriff finden Sie es auch via Suchmaschine nicht ganz so fix. Aber dafür haben Sie ja mich hier und regelmässige Lektüre von Unternehmensnachrichten, Business und Finanznachrichten oder auch dieses European Business Journals sind da nicht unnützlich. Dann wissen Sie auch, wer Ihnen bei Norma zB unter  “Pastarella”  Produkte desselben Herstellers anbietet.

Sie können natürlich jede andere Marke ebenso gut verwenden, auch andere Pastasorten, geriffelte eignen sich aber natürlich bei einer solchen Sauce besser.

An Zutaten kamen (pro Person) dazu ins Spiel:

80 g Tortiglioni (Sie können abwiegen oder 35 Stück abzählen)
4 Petersilienwurzeln, nicht zu dick
Grün und die Stängelchen von 1 Bund Radieschen
3-4 Radieschen
1 Tomate
1 Tl Mandelstifte
Salz, Pfeffer, Olivenöl / etwas Butter
1 Knoblauchzehe
Radieschenkresse
etwas Milch, erhitzt (zB in Emailtasse)

Tomate und Radieschen säubern und in Scheiben schneiden, auf Teller anrichten.
Waschen Sie die Petersilienwurzeln, schneiden Sie nur das Wurzelende ab, halbieren Sie diese längs
Blanchieren Sie die verlesenen Blätter der Radieschen, dann  mit kaltem Wasser im Sieb überbrausen und abtropfen lassen

Peterl, Pasta und Radieserl © Liz Collet

Peterl, Pasta und Radieserl © Liz Collet

Kochen Sie die Pasta al dente, das dauert bei den Tortiglioni von de Niro knapp 10 Minuten
Nach ca halber Kochzeit können Sie die Petersilienwurzeln mit in den Nudeltopf geben und mit köcheln
Rösten Sie in einer Pfanne die Mandelstifte goldbraun, geben Sie eine Prise Salz und Pfeffer über diese und nehmen Sie diese dann aus der Pfanne
Währenddessen geben Sie etwas Butter oder Öl in eine Casserole, die Knoblauchzehe hinzu, lassen diese etwas angehen und geben anschliessend das blanchierte Radieschengrün hinzu und lassen es einige Minuten mit wenig Wasser oder Brühe dünsten
Nehmen Sie die Petersilienwurzeln aus dem Kochwasser und legen Sie diese kurz auf einem Teller ab, während Sie etwas Butter in der Pfanne aufschäumen lassen, die zuvor für die Mandeln verwendet worden war. Giessen Sie die Pasta ab. Geben Sie 6 halbe Petersilienwurzeln in die Pfanne und bräunen Sie diese bei sanfter Hitze dann golbraun, bevor Sie dann etwas Pfeffer und Salz darüber geben.
Schieben Sie diese dann in der Pfanne etwas beiseite und geben Sie die Pasta mit in die Pfanne, schwenken Sie sie dort ein wenig mit den Wurzeln.
Geben Sie die beiden Hälften der vierten Wurzel mit etwas von dem Radieschenblattgemüse in etwas heisse Milch in ein hohes Gefäss und pürieren Sie diese zur cremigen Sauce, würzen Sie mit Salz, Pfeffer.

Auf den Tomaten werden dann die Pasta mit dem Radieschenblattgemüse angerichtet, die Petersilienwurzeln darauf geschichtet, die Sauce darüber verteilt und alles mit den gebräunten Mandelstiften und frischer Radieschenkresse garniert.

Geniessen Sie es!

******************** Und hier noch ein paar Tipps für Sie: ***************

Die pürierte Sauce aus Radieschengrün und Petersilienwurzeln mit etwas Milch und ggf. auch einem Stich Butter schmeckt auch fabelbhaft zu Rindfleisch: Ob Suppenfleisch, Ochsenfleisch, geschmortes Wadenfleisch beispielsweise  – zusammen mit Salzkartoffeln ist diese Sauce ein richtiges Schmankerl dazu. Gern auch getoppt mit etwas frischem Meerrettich dazu.

Auch zu einer zarten Forelle aus der Folie, die Sie darin beispielsweise auf einem Bett aus Gemüsejuliennes gegart haben – geniale Kombi. Ein Spritzer Zitrone, wenn Sie mögen rundet es je nach Vorliebe zusätzlich ab. Auch andere Fischsorten lassen sich gut damit kombinieren, auch gegrillt oder gedünstet oder pochiert.

Die Radieschenkresse bekommen Sie in vielen Kräuterabteilungen Ihrer Gärtnereien und Supermärkten, Sie können diese aber auch kinderleicht selbst ziehen, ebenso wie Radieschen.

Wenn Sie keinen Garten haben, genügt schon ein Blumenkasten. Und selbst auf kleinsten Balkonen findet sich immer genug Platz für eine Garde von Kräutertöpfen, die stehend  und hängend immer frische Zutaten für ungezählte Gerichte liefern. Radieschen und deren Kresse beispielsweise sind schmackhaft auf Salaten, Butter- oder Käsebroten und Suppen.

Das Ziehen im eigenen Aromagärtchen auf Fensterbank oder Balkon hat neben dem günstigeren Preis verglichen mit den im Supermarkt angebotenen ca 10-7 cm grossen Pappschächtelchen und deren nur begrenzter Frische und Menge den Vorteil, dass Sie länger und jederzeit frisch weitere Kresse ernten  können. Wenn Sie derzeit säen, haben Sie schon binnen weniger Tage die erste Kresse. Und im Sommer duftet es wunderbar an einem lauen Sommerabend, wenn Sie die Kräuter in den Töpfen noch einmal mit einer feinen Sprühflasche (Bügelsprühflasche zB) besprühen und nicht nur morgens mit dem Nass versorgen, das sie besonders an heissen Tagen brauchen. Wenn Sie dazu Helferchen brauchen – Kinder übernehmen solche Jobs gern. Und lernen damit ganz von selbst aromatische Zutaten ebenso kennen und lieben, wie Aufgaben und Verantwortung zu übernehmen. Dass Sie und die kleinen Kindsköpfe dann auch Pasta mit Fertigsaucen bald gegen frische Kräutersaucen und Kräuter eintauschen können ………ist kein selten zu beobachtender Nebeneffekt. Kinder lieben es, mit dem zu kochen und das zu essen, was sie selbst aussäen, anpflanzen und wachsen sehen können. Nicht die schlechteste Nebenwirkung, oder?

Auch über Pizze schmecken nach dem Backen frisch darüber gestreute Kräuter toll, wie Radieschen- oder andere Kresse und andere Kräuter.

Es wird dann beispielsweise auch kinderleicht, aus dem Pizzateig nicht die  immer gleichen Pizze aufzutischen und noch weniger Fertigpizze, wenn aus solchem Teig stattdessen der Mittelpunkt im Beet und Bett aus selbstgezogenen Radieschen und Wildkräuter- oder anderen Salaten wird, wie zB Portulak, Kresse und anderem mehr. Nicht nur, weil auch solche herzhaften Kräuterschnecken oder  diese “Salatschnecken” von Kindern ebenso  leicht zubereitet werden können.

Wenn Sie sich an die schnell und leicht zubereitbaren eigenen Pizzateigrezepte nicht herantrauen, ist es ja nicht verboten, es mal für den Anfang mit einem Hefeteig aus dem TK- oder Kühlregal zu versuchen. Eine Zeitfrage ist Pizzateig nicht. Sie können ihn am Vorabend vorbereiten oder auch morgens und zum Gehenlassen dann gut zugedeckt (gut verschliessbare Schüssel oder Klarsichtfolie über die Schüssel) in den Kühlschrank stellen und “kalt gehen lassen”, statt mit Leinen und an warmem Ort.

Manche Kräuter in Töpfen sind dann im Sommer uU auch dankbar für ein wenig Schatten oder Halbschatten. Sommerfrische Kräuter verschenken dann ganz nebenbei nicht nur auf Ihrem Speisezettel, sondern auch duftend zauberhaftes  Urlaubsflair.

Bildquellen:

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About Liz Collet

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8 Responses to Pasta kochen mit de Niro

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